Jana E. Hentzschel
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Tanne Anne
Das Treffen
Der Weihnachtsmarkt
Gott sei Dank!
Stimmungsaufheller
Der kleine Star
Entspannt reisen
Die Heinzelmännchen
Gut gefüllt
Chancenverwertung
Zum Glück

Tanne Anne

Tanne Anne steht im Wald,
mittelgroß und mittelalt,
schöne Nadeln am Geäst,
trefflich für ein Weihnachtsfest.

Anne hört das gar nicht gern,
wegzugeh’n, das liegt ihr fern,
doch im Leben läuft es oft
anders als zunächst erhofft.

Buntspecht Horst, der Informant,
sagt ihr einfach kurzerhand:
„Wenn es dir auch hier gefällt,
bist als Weihnachtsbaum bestellt.“

Ins Gepäck den Frust gepackt,
dazu jeden Reisefakt,
stapft sie los und sieht dann schon
die beschrieb’ne Bahnstation.

Doch der Weg ist ihr verstellt,
vor ihr rast die ganze Welt;
an der Ampel – trotz Bemüh’n –
haben nur die Autos grün.

Endlich kommt ein Menschenkind.
Flugs wird’s grün, sie rennt geschwind,
hetzt zum Zug und ist kaum drin,
kommt ’ne nette Schaffnerin.

Streng sagt diese, aber leis:
„Spare nie am Ticketpreis!“
Anne nickt: „Es tut mir leid!
Nächstes Mal weiß ich Bescheid.“

Durch das Fenster sieht sie dann,
wie es abends leuchten kann;
all die Lichter, bunt und warm,
all der weihnachtliche Charme.

Als sie schnell den Zug verlässt,
riecht es stark nach Weihnachtsfest,
und sie hat so den Verdacht,
dass ihr das doch Freude macht.

Anne klopft an eine Tür,
Kinder gibt es reichlich hier
und sie kommen alle ran,
fassen sie sogar mal an.

Lachend wird der Tanne klar,
sie ist kitzlig offenbar.
Nun wird Anne hübsch geschmückt
und die Kinder sind beglückt.